„Wir haben es satt!“ 2021 – Protest auf Distanz

Am Samstag den 16.01.2021 um 12 Uhr ist es wieder soweit, die jährliche „Wir haben es satt!“ Demo findet in Berlin statt. Dieses Mal jedoch unter anderen Bedingungen als in den letzten Jahren und deshalb auch unter Berücksichtigung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln. 

Erstmals initiiert wurde die Demonstration 2011 von dem gesellschaftlichen Zusammenschluss „Meine Landwirtschaft“. Dieser setzt sich aus rund 50 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Natur-, Tier- und Verbraucher*innenschutz sowie Entwicklungszusammenarbeit zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die industrielle Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion hinter sich zu lassen. Der Weg soll hin zu einer bäuerlich, ökologischeren und damit sozialen, tier- und umweltfreundlichen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in Deutschland und weltweit gehen.

Deshalb findet seit 2011 jedes Jahr im Januar zum Auftakt der weltgrößten Agrarmesse “Grüne Woche” die bundesweite Veranstaltung „Wir haben es satt!“ statt.

Auf Grund der weltweiten Corona-Pandemie ist dieses Mal jedoch alles anders und deshalb rufen die Trägerorganisationen der Demonstration unter dem Motto „Lasst uns gemeinsam die Agrarwende lostreten“ dieses Jahr zur Teilnahme an der Aktion Fußabdruck auf.

Die Regelungen zur Eindämmung der Pandemie lassen es dieses Jahr nicht zu, dass Teilnehmer*innen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin reisen, um ihr Anliegen vor Ort zu unterstützen. Die Trägerorganisationen laden deshalb alle, die das Anliegen der Agrarwende unterstützen wollen dazu ein ihren Fuß- oder Schuhabdruck mit einer Forderung bis zum 14.01.2021 an eine der Trägerorganisationen zu senden oder online hochzuladen, um den Protest auch aus der Distanz zu unterstützen. Aus allen Einsendungen soll dann ein Protestbild am Kanzleramt gebildet werden.

Der BUND als eine der Trägerorganisationen bietet zum Beispiel Vorlagen für verschiedene Fußabdrücke zum Ausdrucken, Ausmalen und Ausschneiden an.

So kann es trotz Pandemie von Zuhause aus heißen „Wir haben es satt!“.

Im Rahmen des “Wir-haben-Agrarindustrie-satt!”-Protests berichten Akteur*innen aus aller Welt in dem Online-Event Soup & Talk über die ökologische Transformation der Lebensmittel- und Landwirtschaftssysteme. Auch dieses Event findet dieses Jahr digital statt, sodass bequem von Zuhause aus daran teilgenommen werden kann.

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