Filme für die Erde – der nachhaltige Filmtipp im Oktober: The Empire of Red Gold

Sie ist rund, sie ist ein Allrounder für zahlreiche Gerichte, sie ist auf den Lieblingsspeisen der Kinder – Pizza und Pasta nicht wegzudenken. Die Tomate. Püriert, geschält und gestückelt ist sie allzeit bereit in unseren Töpfen zu landen.

Tomaten sind die weltweit meistkonsumiertesten Früchte. Sie wachsen und gedeihen sogar auf deutschen Boden. Als Hauptanbauregion verbindet man aber eher die südlicheren Gefilde wie Italien und Nordafrika.

Als Jean-Baptiste Malet und Xavier Deleuvor hörten, dass die beliebte französische Tomatensauce «Le Cabanon» von einem chinesischen Investor aufgekauft wurde, ließ dies die beiden Regisseure nicht mehr los. Natürlich könnte man vermuten, dass der Investor die Tomaten weiterhin in Frankreich anbaut, dem ist aber nicht so. Die Tomaten werden fortan in China angebaut. In einem Land indem die Menschen der Tomate nicht mal so zugetan sind wie in der westlichen Welt.

Zwei Jahre lang tauchten Malet und Deleuvor in das Mysterium der Tomatenindustrie ein. Diese Recherche gipfelte im spannenden Film „The Empire of Red Gold“. Sie veranschaulichen die irrsinnigen Folgen, die es hat, wenn wenige ehrgeizige Menschen den Freiraum haben, Kapital in unnatürliche Prozesse zu stecken. Solche Folgen sind die Verarmung generationsübergreifender Tomatenbauern in Afrika, die «Supertomate», die chinesische Arbeiter*innen in den Wahnsinn treiben und der Erfolg einzelner Unternehmer*innen, die die Marktmacht in ihre Hand nehmen.

Genießen sie den Witz dieser Geschichte, die die beiden Regisseure trotz des Genre „Drama“ gut rüberbringen. Durch ihre gründlichen Recherchen hat der Zuschauer Einblick in sonst verborgene Prozesse, die sich in jeden Fall lohnen anzuschauen. 

Es soll anregen, bewusster mit der Herkunft und Zusammensetzung seiner Lebensmittel umzugehen, um einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Konsumindustrie zu leisten.

Der monatliche Filmtipp wird von Filme für die Erde präsentiert. Sie sind ein von der UNSECO ausgezeichnetes internationales Kompetenzzentrum für Umweltdokumentarfilme. Dieser Film sowie weitere Filme zu diesem Thema sind auf der Filmseite Essen Global aufgelistet.

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